Die Vulva

Geschlechtsorgane der Frau

Die großen und kleinen Schamlippen samt Kitzler umrahmen den rundlich bis oval geformten Scheideneingang. Bei Frauen, die noch keinen Sex hatten, ist er teilweise durch ein feines Häutchen verschlossen, das Jungfernhäutchen oder Hymen (so hieß der Hochzeitsgott der griechischen Antike). Dringt das erste Mal ein Penis in die Scheide ein, reißt das Häutchen - meist schnell und schmerzlos. Mitunter ist es schon vorher durch Sport oder Benutzung eines Tampons gerissen. Oder es fehlte ganz, auch das kommt vor.
Während der Pubertät verändert sich die Vulva durch den Einfluss der Hormone. Die Schamlippen wachsen, auch die Klitoris wird größer und zeigt eine Perlenform. Auf dem Venushügel und den äußeren Schamlippen bilden sich Haare.
Die großen Schamlippen umfassen die längs gestellte Schamspalte. Sie enthalten große Mengen Fettgewebe, Talg- und Schweißdrüsen. Entwicklungsgeschichtlich sind sie dem Hodensack identisch und gehen nach vorn in den ebenfalls behaarten Schamhügel über. So bedecken sie den Scheideneingang. Links und rechts des Scheideneingangs liegen die Vorhofschwellkörper, die sich beide bei sexueller Erregung mit Blut anfüllen, wodurch sie den Scheidenvorhof verengen und beim Sex Druck auf den Penis ausüben. Der Scheidenvorhof ist der Bereich zwischen den kleinen Schamlippen, wo Vagina und Harnröhre münden.
Die kleinen, unbehaarten Schamlippen enthalten dagegen kein Fettgewebe, wenig Schweiß-, aber viele Talgdrüsen. Die Schamlippen umfassen in einem vorne spitz zulaufenden Ende vorhautähnlich den Kitzler.

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