Der Weg zum Orgasmus

So manches Missverständnis hält sich hartnäckig, wenn es um die weibliche Anatomie geht

Um gleich das erste aufzulösen: Vagina und Vulva sind nicht dasselbe!

Ist die Frau erregt, bildet sich Flüssigkeit in der Vagina, so dass sich der Penis besser in ihr bewegen kann. Zusätzlich können auch die Bartholin-Drüsen in der späteren Phase der Erregung Flüssigkeit produzieren. Die Gebärmutter zieht sich zusammen, verlängert so die Scheide und erweitert das Scheidengewölbe. Gleichzeitig schwellen die kleinen Schamlippen bis aufs dreifache ihres normalen Umfangs an. Die in der Scheide sitzenden Venen stauen im unteren Drittel der Vagina das Blut diesen Effekt nennt man auch "orgastische Manschette". Die Wand der Vagina und der Gebärmutter ziehen sich während des Orgasmus ebenso wie die Muskeln des Damms (das Stück zwischen Vagina und After) rhythmisch zusammen. Nach dem Orgasmus gehen die Geschlechtsorgane langsam in ihren Ruhezustand zurück. Tritt nach starker Erregung der Orgasmus nicht ein, dauert die Rückbildung länger an. Sowohl Dauer als auch die Intensität der sexuellen Reaktion sind sehr variabel, daher kann eine Frau in kurzen Abständen mehrmals einen Orgasmus bekommen.

Der umstrittene G-Punkt

Die erogenen Zonen des menschlichen Körpers sind vielfältig und werden unterschiedlich empfunden. Ein Lustbereich macht seit vielen Jahren immer wieder Schlagzeilen: der G-Punkt. Ein Arzt namens Ernst Gräfenberg hat ihn 1950 erstmalig beschrieben. Angeblich befindet sich der G-Punkt in der vorderen Vaginalwand. Nachweisen, etwa durch Untersuchung des Gewebes, kann man ihn bis heute nicht. Der G-Punkt reagiert eher auf Druck als auf Berührung. Das Lustgefühl durch die Stimulation dieses Gewebes empfinden Frauen unterschiedlich: Einige sind an der Stelle völlig unempfindlich, andere beschreiben das Druckgefühl im ersten Moment ähnlich dem Harndrang, der aber rasch nachlässt und dann sehr erregend ist. Anatomisch ist dieser Punkt mit dem Penis besser erreichbar, wenn die Frau auf ihm sitzt oder er von hinten in sie eindringt.

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